Stockfish findest du im Analysebereich des Lektionsmenüs. Ist es aktiviert, erscheint neben dem Brett ein Bewertungsbalken, und der beste Zug der aktuellen Stellung wird angezeigt (Abbildung 1). So hast du beim Durchgehen deiner Eröffnung sofort einen Anhaltspunkt.
- 1 Der Bewertungsbalken: Je höher der weiße Teil, desto besser steht Weiß.
- 2 Der Pfeil des besten Zugs in der aktuellen Stellung.
- 3 Stockfish ist aktiv: Engine und Analysetiefe erscheinen über den Varianten.
- 4 Deine Repertoirelinie, zum Vergleich mit dem Vorschlag der Engine.
Nutze die Bewertung als Hinweis, nicht als endgültiges Urteil. Schlägt der Balken nach einem Zug stark aus, lohnt sich ein Halt: Vielleicht hast du eine Taktik übersehen, eine Figur schlecht gestellt oder einen Plan gewählt, der nicht funktioniert.
Den besten Zug lesen
Der beste Zug hilft vor allem, wenn du zwischen zwei Ideen schwankst oder eine Repertoirelinie sich nicht natürlich anfühlt. Sieh dir den vorgeschlagenen Zug an und fasse ihn in einen einfachen Satz: Welche Drohung schafft er, welche Schwäche deckt er, welche Figur verbessert er?
- Bestätigt der Zug deine Idee, mach mit der Lektion weiter.
- Widerspricht er deinem geplanten Zug, nimm dir Zeit, den Unterschied zu verstehen.
- Zeigt er eine Taktik, kehre danach zu diesem Zweig deines Repertoires zurück.
Stockfish soll dir helfen, eine Idee klarer zu formulieren, nicht eine Zugfolge zu kopieren, die du in einer Partie nie wiederfindest.
Die Engine den Gegner spielen lassen
Mit der Option „Stockfish spielt den Gegner“ in den Lektionseinstellungen (Abbildung 2) wählt die Engine den Zug der anderen Seite, wenn sie am Zug ist. Das holt dich aus dem Modus „Ich kenne die Antwort schon“ und prüft, ob du deinen Plan gegen eine konkrete Verteidigung halten kannst.
- 1 Stockfish aktivieren: Bewertungsbalken und bester Zug.
- 2 „Stockfish spielt den Gegner“: Die Engine antwortet für die andere Seite.
Nutze diesen Modus für kleine Teile des Repertoires. Lässt du die Engine zu lange alles spielen, arbeitest du am Ende an einer Stellung, die weit von deinem ursprünglichen Ziel entfernt ist. Der richtige Rhythmus: aktivieren, ein paar Züge testen, dann zur Linie zurückkehren, die du lernen wolltest.
Zurück zur Lektion
Behalte nach einem Durchgang mit Stockfish eine einzige Erkenntnis: den Zug, den du dir merkst, die Idee, die du korrigierst, oder den Zweig, den du vereinfachst. Genau diese Erkenntnis verbessert deine nächste Trainingseinheit.